ES wandeln die Sterne zum SonnemneerIm ewigen Reigentanz hin und her;
ES ziehen die Lüfte den Wolken zu»
Und suchen» und finden doch nie die Ruh'!
So zieht es und ringt eS nach SeligkeitAuf Erden, im Himmel im steten Streit;
Und könnt' es in Ruhe zusammen geh'n,
Es müßten gleich Himmel und Erde vergeh'».
E.M. Arndt.
B i o n d i,i a.
Noch kannt' ich nicht das Loos des Lebens»
Als eine fremde Gottheit kam
Und mir, trotz alles WiederstrebenS,
Die unbefangne Ruhe nahm.
Da bleichten mir die frischen Wangen,
Da regte sich» ich weiß nicht was;
Die Liebe that mir dieß und das;
Ließ ich mich dennoch wieder fangen?
Ja oder nein? — das fragt mich nicht!
Es räth sich nur, und sagt sich nicht!
Wie Thau, der über Blumen stießet»Entstellt die süße Zähre nie:
Sie wird so leichtlich weggeküsset;
Der sie verschuldet, trocknet sie.
Ihr immer neuen, holden Schmerzen»
Soll ich euch suchen oder fliehen?
Wenn Rosen unter Dornen blühen»
Darf ich wohl noch mit Rosen scherzen?
Ja oder nein? — das fragt mich nicht!
ES räth sich nur und sagt sich nicht.
Ach! unter unfern Händen gleitenDes DaseynS schönste Freuden forr!
Ein Schwur verheißt uns Ewigkeiten,
Ein Schwur verfliegt, wie jedes Wort.