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2 (1824) Bibliothek der Humanitäts-Wissenschaften zur Selbstbildung für Jünglinge von reiferem Alter : philosophische Wissenschaften
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Blau ist schon seit der FabelzeitDie Farbe der Beständigkeit,

Das Roth der Liebe zu erheben.

Und heitre Dauer ihm zu geben.

Drum soll die blaue Färb' alleinStets meine Lieblingsfarbe seyn.

O möcht' ich einst aus blauen AugenDen schönsten Lohn der Treue saugen

Müchler.

Lied eines Armen.

Ich bin so gar ein armer MannUnd gehe ganz allein.

Ich möchte wohl nur Einmahl nochRecht frohen Muthes seyn.

In meiner lieben Ältern HauSWar ich ein frohes Kind;

Der bittre Kummer ist mein Theil,Seit sie begraben sind.

Der Reichen Gärten seh' ich blüh'»/Ich seh' die gvldne Saat:

Mein ist der unfruchtbare Weg,

Den Sorg' und Mühe trat.

Doch weil^ ich gern mit stillem WehIn froher Menschen Schwarm,

Und wünsche Jedem guten Tag,

So herzlich und so warm.

O reicher Gott! du ließest dochNicht ganz mich freudenleer:

Ein süßer Trost für alle WeltErgießt sich himmelher.

Noch steigt in jedem Dörflein jaDein heilig Haus empor;

Die Orgel und der ChorgesangErtönet jedem Ohr.

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