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2 (1824) Bibliothek der Humanitäts-Wissenschaften zur Selbstbildung für Jünglinge von reiferem Alter : philosophische Wissenschaften
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Wohl ihm, harret sein am Trau-AltäreDie Geliebte, wie der Friede mild,

In ein weißes Brautgewand gehüllt.

Einen Lilienkranz im blonden Haare,

Ihrer «ngelreinen Seele Bild.

Daß des Vaters Tugenden nicht sterben,

Werden Kinder seines Bundes Glück;

Wie der Mond den hehren Sonnenblick,

Eines ungetrübten Abends Erben,

Strahlen sie des Greises Glanz zurück.

Seht! Er lächelt an des Grabes Rande,

Durch der Unschuld Glorie verklärt;

Und der Tod, der lebend ihn gelehrt.

Wird ein Genius im Lichtgewande,

Der die Fackel freundlich niederkehrt.

Müchler

Lob der blauen Farbe.

Von allen Farben aus der Welt,

Mir doch am meisten Blau gefällt;

Blau ist des Äthers lichter Bogen,

Hat kein Gewölk ihn trüb umzogen.

Blau ist des holden Veilchens Kleid,DaS, voll bescheid'ner Sittsamkeit,

In dunkle Blätter sich verhüllet,

Und doch die Luft mit Balsam füllet.

Blau ist dar Blümchen, welches spricht:Ich bitte dich, vergiß mein nicht!

DaS sich die Freundschaft ausersehen,Für Liebe» Liebe zu erflehen.

Aus blauen Augen strahlt so reinDer Huld und Liebe milder Schein;Drum haben immer auch vor allen,

Nur blaue Augen mir gefallen.