Druckschrift 
2 (1824) Bibliothek der Humanitäts-Wissenschaften zur Selbstbildung für Jünglinge von reiferem Alter : philosophische Wissenschaften
Entstehung
Seite
393
Einzelbild herunterladen
 

Wohl klirr' ich in der Scheide,

»Ich sehne mich zum Streite,

Recht wild und schlachtensroh.Drum, Reiter, klirr' ich so."Hurrah!

Bleib doch im engen Stübchen.

Was willst du hier, mein Liebchen?Bleib still im Kämmerlein,Bleib, bald hohl' ich dich ein-Hurrah!

Laß mich nicht lange warten!

O schöner Lieblingsgarten,

Voll Röslein blutigrothUnd ausgeblühtem Tod!"Hurrah!

So komm denn aus der Scheide,

Du Reiters Augenweide,

Heraus, mein Schwert, herausFühr' dich in's Vaterhaus.Hurrah!

Ach, herrlich ist's im Freyen,

Im rüst'gen Hochzeitreihen.

Wie glänzt im SonnenstrahlSo bläulich hell der Stahl!"Hurrah!

Wohlauf, ihr kecken Streiter!Wohlauf, ihr deutschen Reiter!

Wird euch das Herz nicht warmNehmt's Liebchen in den Arm!Hurrah!

Erst that es an der LinkenNur ganz verstohlen blinken,

Doch an die Rechte trautGott sichtbarlich die Braut.Hurrah!