Drum drückt den liebeheißen,Bräutlichen Mund von EisenAn eure Lippen fest.
Fluch! wer die Braut verläßt.Hurr^!
Nun laßt das Liebchen singen.
Daß Helle Funken springen!
Der Hochzeitsmorgen grau't;Hurrah, du Eisenbraut!
Hurrah!
Th.
Die Treue.
Nur getreu bis an das Ende —
Treue hält den höchsten Preis!
Wenn mir Treue wanken könnte:
Ach, dann stirbt mein MyrthenreiS!Rosmarin muß ich mir ziehen,Seelenmatt und wangenbleich —
Und das Leben müßte fliehen.
Denn nur Treue macht mich reich.
Treue trägt des Himmels Kronen;Was sind Erdenkronen werth?
Dort, wo reine Engel wohnen.
Ist die Sanfte hochgeehrt;
Und wo treue Herzen flammen,
Da kehrt auch ein Engel ein; —
Weil sie muß vom Himmel stammen,Müssen Engel Wächter seyu!
Treue fürchtet keine Leiden;
Denn die Zarte fühlt sich groß,
Und sie wiegt ein Heer von FreudenLächelnd still, sich in dem Schooß.Nein, es kann der Mensch nicht zitternWenn er nicht die Göttinn läßt; —Ruhig senkt in UngewitternSie den Rettungsanker fest.