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2 (1824) Bibliothek der Humanitäts-Wissenschaften zur Selbstbildung für Jünglinge von reiferem Alter : philosophische Wissenschaften
Entstehung
Seite
394
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Drum drückt den liebeheißen,Bräutlichen Mund von EisenAn eure Lippen fest.

Fluch! wer die Braut verläßt.Hurr^!

Nun laßt das Liebchen singen.

Daß Helle Funken springen!

Der Hochzeitsmorgen grau't;Hurrah, du Eisenbraut!

Hurrah!

Th.

Die Treue.

Nur getreu bis an das Ende

Treue hält den höchsten Preis!

Wenn mir Treue wanken könnte:

Ach, dann stirbt mein MyrthenreiS!Rosmarin muß ich mir ziehen,Seelenmatt und wangenbleich

Und das Leben müßte fliehen.

Denn nur Treue macht mich reich.

Treue trägt des Himmels Kronen;Was sind Erdenkronen werth?

Dort, wo reine Engel wohnen.

Ist die Sanfte hochgeehrt;

Und wo treue Herzen flammen,

Da kehrt auch ein Engel ein;

Weil sie muß vom Himmel stammen,Müssen Engel Wächter seyu!

Treue fürchtet keine Leiden;

Denn die Zarte fühlt sich groß,

Und sie wiegt ein Heer von FreudenLächelnd still, sich in dem Schooß.Nein, es kann der Mensch nicht zitternWenn er nicht die Göttinn läßt;Ruhig senkt in UngewitternSie den Rettungsanker fest.