Wohl dir! ruh' in Frieden!Deinen Lauf hieniedenHast du. Guter, wohl gelebt.
Redlich hast du nach Vermögen,Schnöder Eitelkeit entgegen,
Gottes Licht und Recht erstrebt.
Wohl dir, ahne leiseWas im stillen KreiseDu geduldet und gethan.
Jetzt am hohen Ziel gewännestDu den Palmkranz und begannestDort des höhern Kampfes Dahn.
Aber wir, die Deinen,
Steh'n am Grab, und weinen,Daß so früh der Gute schied!
Du, so liebreich und gesellig,
Du, zu Wort und That gefällig,
Liegst im Sarge nun verblüht!
Seelenhüll', o werde.
Was du wärest, Erde,
Von des Rasens Dlumen schön.
Im verklärten Schimmer hebetStaunend sich der Geist, und schwebetEngelflug zu Gottes Höh'n.
Zwar gen Himmel eilend,Hancbt der Geist, noch weilend,Tröstung aus, dem Lüftchen gleich:„Weinet nicht zu sehr, ihr Lieben!„Laßt den Erdenstaub zerstieben!„Dort in Wonn' erwart' ich euch."
Ruhe. Staub bey Staube!Unsers Freundes GlaubeSoll auch uns das Herz erhöh'n.Thronend scheiden wir von hinnen;Doch wir kommen oft und sinnenAch! ein frohes Wicderseh'n.