Du vor, ich folge dir; denn besser klingtDie Antwort in des Mädchens Munde, alsDie Frage des Gesangs." Der Jüngling sang:
Julius.
Wie lieblich ist's, in abendlicher StilleAuf sanften Wassern leicht dahin zu schweben.Wenn Alles ruht in grauer Dämm'rung Hülle,Und lispelnd nur der Bäume Blätter beben.Wenn Mvndcsstrahlen die bewegten WellenMit ihrem sanften Silberglanz erhellen!
Emma.
Mit ihrem sanften Silberglanz erhellenDaS Herz die stillen Freuden ohne Leben.
Nicht in des Sturmes hoch empörten Wellen"Kann Heiterkeit den frohen Sinn umschweben.Allein erscheint der Geist in sanfter StilleGereiniget, und frey von jeder Hülle,
Julius.
Gereiniget, und srey von jeder Hülle,
Wie Aphrodite aus des Meeres Wellen,Erscheint die Schönheit nur in heil'ger Stille,Wenn Genien den reinen Geist erhellen,
Und ihn, ergriffen von der Freude Beben,
Mit hohen Himmelsahnungen umschweben.
Emma.
Mit hohen Himmelsahnungen umschwebenDer Liebe Träume in der Nächte StilleDen Geist; ihn faßt ein heiliges Erbeben,
Er fühlt sich frey von seines Körpers Hülle,Und schwebt, wo reine Strahlen ihn erhellen.Hoch auf des Äthermeeres lichten Wellen.
Julius.
Hoch auf des Äthermeeres lichten Wellen,— Ob aller Schrecken Nacht ihn dicht umhülle,Schwebt, welchen Emma liebet; ihm erhellenDes Schicksals Nächte sich; in sanfter Stille