Der Jüngling, und mit seinem Arm umschlangEr die Geliebte. »Als des Mondes "ScheinIn strahlender Verklärung dich umfloß,
Und nicht den Sternen gleich vom Hellern Lichte
Verdunkelt, glänzender dein Aug' auf mich
In süßem Lächeln blickte, da verschwand
Ich selbst vor mir; kein Wunsch, kein Wollen, nicht
Der leiseste Gedanke störte mich
In diesem Anblick; meine Liebe nur
Erfüllte mich und deine Schönheit. Nein,
Geliebte, wende nicht erröthend dich!
Wie könnt' ich doch die feierliche StundeMit leerem schmeichlerischen Wort' cntweih'n!
Jst's doch die Schönheit und die Liebe nur.
Was Sterbliche der Gottheit näher bringt,
Und fühlt' ich nicht in deinem Anblick michGeheiliget, und rein vom Irdischen?"
Und wie der Jüngling spricht, begegnen ihmDes Mädchens Lippen; leis' berühren sieDes Jünglings Mund, und seliges EntzückenDurchschauert ihn.
Indessen war der KahnVom Ufer abgetrieben. Zu dem SitzeFührt nun der Jüngling die Geliebte. WeichHakt' er mit dichten Matten ihn bedeckt.
Er selbst nimmt hinter ihr des Rud'rers Platz,
Und lenkt mit leichtem Ruder nur den Kahn.
Denn günstig trieb der leise AbendwindDas Fahrzeug sanft des Flusses Laufe nach.
Durch hoher Bäume Wipfel blickte nunDer Mond, durch selt'ne Wolken nur verhüllt,
Und silbern strahlten leichtbewegte WellenIn tausend Flammen seinen Glanz zurück.
»Wie still ist's um uns her, Geliebte!" sprachDer Jüngling, »plätschernd schlägt das Ruder nurDie Wellen, wenn des Wassers Zug den KahnZu weit vom sichern Laust entfernt, wie schönErtönte durch die Stille jetzt ein Lied!"
»So laß," erwiederte die Jungfrau ihm,
»Uns wechselnd den Gesang erheben. SingePhilosoph. Abtheil. n. Band. A ü