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2 (1824) Bibliothek der Humanitäts-Wissenschaften zur Selbstbildung für Jünglinge von reiferem Alter : philosophische Wissenschaften
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Dem Kinder ein geliebtes Weib gebar.

Nicht mehr, wie sonst, mit leichtem, frohen Sinn.Nimmt er des Zufalls blinde Gaben auf,

Und spendet dann das leicht Errungene,

Wie Blumen ihre Düfte, sorglos aus.

In Einen festen Punct vereinigetSich nun sein Streben, und der GegenwartEntzieht er gern die Wünsche. Sorgend legtEr in die Zukunft seines Handelns Ziel,

Daß sie den Kindern einst an Früchten reichErscheine. Halte nun, mein Julius,

Die fromme Tochter länger nicht zurück.

Denn doppelt ist's erfreulich, wenn ein KindMit Liebe selbst der Altern Sorgen theilt."

»Wie könnt' ich," sprach der Jüngling, und verbargDer Rührung Thräne, die zum Aug' sich drängte,»Wie könnt' ich diesem Herzen widersteh'»!

Komm, Liebe, dort am Ufer ruht der Kahn,

Bald auf dem Flusse fahren wir zurück;

Nicht lange, und aus meinem Arm empfängtDie gute Mutter die geliebte Tochter."

»Nur wenig Augenblicke noch verzieh',

Mein Kind," so sprach des Jünglings Mutter.

Ist zwar der Abend, doch des Wassers DuftIst kühl und feucht. Hier nimm das weite Tuch,

Und hülle dich hinein, du kannst es leichtNoch einmahl um dich schlagen. Vesser istDoch allemahl die Vorsicht, als das Übel.

Auch Hab' ich hier zerdrück' es nicht für JettchenUnd Malchen etwas eingepackt, nimm esDen guten Kindern mit, und küsse sieViel tausendmahl von mir. Leb' wohl, und bleib'Hübsch bey der Weise, deinen künft'gen MannZu lenken. Lebe wohl!"

»O Mutter, nie,"

Erwiederte in holder Scham die Jungfrau,

»Nie wird mein Wille meinen JuliusBestimmen wollen! Was er innig fühlt,

Und füllen möchte, soll der Gatiinn MundIhm liebend wiederhohlen, wenn vielleicht