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Geb' ich die Tochter deinem JuliusZur Gattinn; beyde sind einander werth."
«Und du, mein liebes, theures Weib," fuhr jetztDer Vater fort, «du meines Lebens ersteUnd treueste Gefährtinn, zwar sollt' ichNicht lange fragen, denn es spiegelt sichDein Wille schon in deinen Blicken undDer Freude Thränen; doch du weißt es, nieWar ich gewohnt, der Gattinn guten RathZu übergeh'n, und nie gereute michDie Frage, — also sprich, jetzt da die FreudeUns inniger als je verbindet, sprich.
Ist es dein Wille, daß dein Julius
Mit dieser Jungfrau, deiner Freundinn Tochter,
Sich ehelich verbinde?" —
Kaum vermochte
Die gute Mutter ihrer Thränen LausZu hemmen. »Meine Kinder," sprach sie, »Gott,Gott segne euch mit seinem besten Segen!"
»Nun, Julius," begann der Vater, »duMein einz'ger Sohn! dich frag' ich nicht, ob duZu deiner Gattinn sie begehrst, die jetztAn deiner Seite steht, denn freudig jaBekennet es dein Auge und die Hand,
Mit der du mir die Braut entgegen führtest.
Dir ist ein schönes Loos gefallen, Sohn!
Nicht unter fremden Menschen fandest duNach flüchtiger Bekanntschaft die Geliebte,
Die in ein fernes Land dem Gatten folgt,
Und ihrer reinsten Phantasie GestaltenDem Mutterboden trauernd hinterläßt.
In Einer Gegend ward die liebe BrautMit dir geboren, mit ihr theiltest duDer ersten Kindheit Spiele, gleich vertrautIst euch des Felsens Quell, des Waldes Schatten,Der Ältern stille Wohnung. Wo ihr geht,
Umweht in kindlicher Erinnerung
Der ersten Jahre Unschuld euch, und schlingt
Der Liebe Band um eure Herzen fester.
Denn nur der unbefleckten Unschuld Glanz