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So nährte sie des Vaters stille Hoffnung.
Und als nun Julius, zurück gekehrt,
Der Jungfrau Mutter nachbarliches HausBetrat, und bey des Mädchens Anblick, dieAls Kind er einst verließ, erröthete.
Und lange zögerte beym Abschied, dannErst schüchtern den erbethenen BesuchNur sparsam wiederhohlte, endlich oftUnd immer öfter ging, und fröhlicherZurücke kehrte, da erfreute sichDer Mutter Herz, und stille lächelteSie ihrer frohen Ahnung Beyfall zu.
Bald hörte sie nun aus des Sohnes MundDer Liebe schüchternes Geheimniß. GernVertraut der Mutter zarterem GefühlDer Jüngling seiner Liebe ersten Laut,
Und fürchtet noch des Vaters ernsten Blick,
Der auf des Lebens schwerer Wage oftDer Jugend heiligste Gefühle wägt.
Mit Freudenthränen schloß die Mutter nunDen Jüngling liebend in die Arme. ,Dern,
Mein Sohn, mein Julius," so sprach sie, „nehmeZur Tochter ich des Sohns Geliebte auf.
L> lange schon war es mein liebster Wunsch,
Und freudevoll sah ich dich oft den KahnGeheim besteigen, der auf KrümmungenDes Flusses dich zu ihrer Wohnung trug.
Der Mutter wachem Aug' entgehet nicht
Des Säuglings Zucken, nicht des Jünglings Liebe." --
„Und darf ich, Mutter," fragt' der Jüngling nun,„Dem Vater meiner Liebe Glück vertrau'n ?"
„Mit Freuden willigt er, mein Sohn; doch laßMit dieser Freude uns ihn überraschenErwiederte die Mutter. „Morgen, wennEr gegen Abend in den Garten sichIn seine Lieblingslaube setzen will,
Sollst du mit deiner Braut ihn da erwarten.
Die Mutter, meine beste Freundinn, wirdDie Bitte mir nicht weigern, ihre TochterSelbst zu begleiten, und ein ländlich Mahl