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2 (1824) Bibliothek der Humanitäts-Wissenschaften zur Selbstbildung für Jünglinge von reiferem Alter : philosophische Wissenschaften
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Doch genug! denn weiter keine LehreHat des Schicksals Strenge dir vergönnt.

Eile denn, bethörter Sohn, zum Meere,

Wenn das Licht sich von den Schatten trennt.

Deiner harrt, sobald von jenem HügelDich begrüßt Aurorens erster Blick,

Mein Gespann; ergreife dann die Zügel,

Und vollende dein Geschick."

Jetzo schwieg's. Frohlockend der ErhörungSeines Fleh'ns, springt PhäLthon empor;

Nicht des Gottes Dräun, nur die GewährungSeiner heißen Sehnsucht schwebt ihm vor.

Froh verläßt er nun die heil'gen Hallen,

Die voll bangen Kummers er betrat,

Und die Opfer seines Dankes wallenZu der Götter hohem Rath.

Und schon senkt mit thauigem GefiederWon den Felsenhöhen sich die NachtDuftend auf das müde Thal hernieder;

Alles schlummert; nur der Jüngling wacht.

Won dem Aug' des kühnen HeliadenFliehet schüchtern die vertrieb'»« Ruh;

Und kaum naht sich Luna den Gestaden,

Eilt er flugs dem Meere zu.

Schon von ferne schimmert ihm entgegenPhöbos Wagen, Phöbos Viergespann.

Muthig sieht er sich die Rosse regen;

Schon im Geiste, fliegt er himmelan.

Ungeduldig heben sie die Flügel;

Tellus zittert unter ihrem Huf.

Kühn ergreift jetzt Phäuthon die Zügel,

Und sie folgen seinem Ruf.

Majestätisch, wie auf MeereswogenSchwebt einher der königliche Schwan,

Hebet sich zum hohen HimmelsbogenNun der Wagen aus der steilen Bahn.

Langsam hebt der Zug sich, Phöbos LenkungSo, wie gestern, wartend, doch er spürtPhilosoph. Abtheil. II. Band. P