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2 (1824) Bibliothek der Humanitäts-Wissenschaften zur Selbstbildung für Jünglinge von reiferem Alter : philosophische Wissenschaften
Entstehung
Seite
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Jetzt, erregt von unsichtbaren Mächten,

Dringt ein feyerlicher Schall hervor:

Dreymahl donnerts zu des Jünglings Rechten,Und dieß Wort vernimmt sein Ohr:

Thörichter! was wagst du zu begehren?

Was verlangt dein frevler Übermuth?

Konnte so der Leichtsinn dich bekhören.

So dich blenden eitler Wünsche Gluth?

Gab dir nicht des Vaters weises SchweigenSeiner Liebe vollste Sicherheit?

Könnt' es nicht des Fleh'ns Gefahr dir zeigen.

Die dich nun dem Orkus weiht?"

Ja, dem Orkus! Nur durchseine LandeWindet sich zu dem Olymp die Bahn;

Nur befreyt von jedem ird'schen Bande,

Kann der Erdgeborne Göttern nah'n.

Selbst Alcid, der tausend UngeheuerÜberwand, Kronions edler Sohn,

Mußte wandeln durch das Todesfeuer,

Eh' ihm Gottheit ward zum Lohn.

Schwören will ich's bey den dunkeln Wogen,Die sich neunmahl um den Orkus zieh'n:

Dich hat nicht der Mutter Wort betrogen,

Ja, ein Gott hat dir das Seyn verlieh'n.

Doch, daß du geboren bist vom Weibe,

Fesselt dich an jenes Erdenthal;

Dem Befreyten nur vom ird'schen LeibeÖffnet sich Kronions Saal.

Nimmer hätte deines Wahnsinns GrilleDir des Vaters weiffrer Blick gewährt.

Würde nicht des Schicksals ew'ger WilleSchweigend nur von Göttern selbst verehrt.

Ja, zur Warnung hat es dich erkoren.

Beugt nicht dieß den Sinn dir niederwärts rWarnung allen, die ein Weib geboren,

Sey denn, und des Vaters Schmerz!