Einsam irr' ich auf den Felsenhöhen,
Einsam in dem mondbeglänzten Thal,
In der Nacht des Haines, an der SeenLichtem Ufer, ohne Rast der Qual.
Ach! vergebens such' ich in den ArmenDer Natur ein lang' ersehntes Glück; ,
Meine Klagen gibt mir, ohn' Erbarmen,
Echo höhnend nur zurück.
Schimmern nicht in zauberischem Lichte,
Dort an jenes Hügels grüner Wand,
Mir der Hespenden gold'ne Früchte?
Sie entschlüpfen der betrog'nen Hand.
Dürstend schmacht' ich, und mein Gaumen glühet;Schön, wie Tantaln, winket mir Genuß;
Ach! vor meinen dürren Lippen fliehetSpottend ein Eridanus.
Ewig sehnend, strebend, ausgeschlossenAus den kalten Armen der Natur,
Flieht mein Geist dahin, wo er entsprossen -Sucht am Firmament der Heimath Spur.
Ja, ich fühl's, ein Gott hat mich gezeuget,
Doch wer hat mich dem Olymp entwandt?
Hat zur Erde nieder mich gebeuget?
Sie ist nicht mein Vaterland!
O wozu, wozu dieß heiße Streben -Das so tief mein Innerstes durchglüht?
Soll ich ewig an der Erde kleben.
Wo für mich der Blumen keine blüht?
Nein! nicht länger will ich emsig gaffenNach des Himmels unbekannten Höh'n;
Ich will selber eine Welt mir schaffen.
Sollt' ich schaffend auch vergeh'».
Wallet glühend nicht in meinen AdernDer Olympier unsterblich Blut?
Oder muß ich mit dem Zeuger hadernUm des innern Feuers wilde Gluth?
Stamm auch ich aus Uranos Geschlechts,
Din auch ich, wie du, ein Göttersohn: