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2 (1824) Bibliothek der Humanitäts-Wissenschaften zur Selbstbildung für Jünglinge von reiferem Alter : philosophische Wissenschaften
Entstehung
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Höher schimmern seiner Wünsche Ziele,

Und der Erde Schranken sind ihm Last.Eingedenk, daß er vom Himmel stammet.

Flieht zu ihm sein Auge sehnend hin,

Und des Staubes nied're Lust entflammetNimmer seinen hohen Sinn.

Wenn vom dämmernden Olymp AuroreKaum beginnt den segensreichen Lauf,

Rafft, ermuntert von der frühsten Höre,Phavthon vom harten Pfühl sich auf.

Schwach nur schimmert noch die Morgenröthe,Heller seines Opfers Flamme schon,

Und des Jünglings brünstige GebetheFlieh'n empor zu Phöbos Thron:

Du, dem oft schon meine Wünsche nahten,Den mein schwaches Auge nicht begreift.

Der mit gleicher Huld des Landmanns Saaten,Und die Frucht der Hespcriden reift;

Der in des Gebirges tiefen SchachtenLabung kocht für die erstorbne Flur:

Gütig allen, die nach Hülfe schmachten.

Zürnest du dem Sohne nur?"

Wirst du nimmer dieses Fleh'n erhören,

Das sich heiß aus meiner Seele ringt?

Nimmer, nimmer mir den Wunsch gewähren,Der empor zu deinem Thron sich schwingt?

Höher strebt s in meiner Brust, und hoher,

Und der Erde Freuden sind mir Spott.

Bring', o bringe mich dem Urquell näher,Allbeleber! Vater! Gott!

Ha! vergebens biethen ErdentöchterMir Cytherens oft ersehnten Kranz;

Ihrer nieder» Flammen ein Verächter,

Blick' ich auf zu Phöbos reinem Glanz.Freundschaft selbst, die jeden Schmerz zu lindernSonst vermag, mir ist sie nicht gewährt;Freundschaft mit Prometheus schwachen KindernIst des Göttersohns nicht werth.