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2 (1824) Bibliothek der Humanitäts-Wissenschaften zur Selbstbildung für Jünglinge von reiferem Alter : philosophische Wissenschaften
Entstehung
Seite
331
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Dir ist es gelungen, ich folge dir gern,

Zum Leben, zur Liebe, zur Freude!

Der Kynast begrüßt dich als seinen Herrn,

Uns Beyde

Kein Stürmen des Lebens mehr scheide!"

Und der Reiter blickt strengAuf das Freudengedräng':

Nicht also will ich es enden!

Weg mit Schalmeyen und Hochzeitgepräng'!

Das Blatt soll sich fürchterlich wenden.Nicht nach der Braut gelüstet es mirUnd dem Feyerklange der Lieder;

Wo sind meine Freunde? ich ford're von dirSie wieder,

Graf Albert und die drey Brüder!"

Von deiner HandIn den Tod gesandt,

Das durchfuhr wie ein Blitz meine Träume,Mich lockte nicht deine blutige Hand;

Denn längst blüht ein Weib mir daheime.Verschmähter Liebe unendlichen Schmerz,^

Das hatt' ich bey Gott mir versprochen,

Du solltest ihn fühlen! Jetzt ist dein HerzGebrochen,

Sieg, Freunde! ihr seyd gerochen!"

Er spornt das Roß,

Es fliegt aus dem Schloß.

Und läßt sie verzweifelnd zurücke.Erschrocken steht der Diener Troß,

Wohl perlt es in manchem Blicke;

Und die Gräfinn erwacht wie aus schwerem Traum»Blickt gräßlich nach allen Seiten,

Und wankt zur Mauer, und hält sich kaum.

Von weiten

Die Diener die Gräfinn begleiten.

Da spricht sie leis'

Zum bekannten Kreis':

Wohl hat sich die Liebe gerochen,