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»Herauf, herauf, ihr Tobten,
»Zum Todesfest erscheint!»Verzweiflung ist dem Armen»Der letzte Freund.
»Herab, herab, ihr Wolken, '
»Sendet euren Vlitz!
»Vernichtet des Entmenschten»Gräuelvollen Sitz!
»Rase, Glocke, rase,
Ȁchze von dem Thurm!
»Bis die Tobten aufersteh'n,
»Burg und Frevler untergeh'n,
»Rase, Glocke, rase,»Heule^durch den Sturm!
»Fort und fort und ohne Ende»Reg' ich hier die Knochenhände,
»Bis Verzweiflung Alle faßt,
»Und der Tod hier schwelgend praßt."
So schallet schrecklich das GeläuteHerab vom grauenvollen Thurm,
Schallt unermeßlich in die Weite,
Drein heulet wilder Sturm.
Die Glocke tönt, die Glocke dröhntVis ringSumher Verzweiflung stöhnt.Wahnsinn ergreift das junge bräutliche Paar,Und Heinrich stürzt in den eigenen Stahl,Und mit sträubendem HaarSaus't Kunigundens stürzender FallVom Erker auf die Klippen hinab.
Auf rauhem Gestein ihr blutiges Grab!
Und in den Wolken stürmt an ein Gewitter,Und strömt sein Feuermeer herab.Zerschmettert Burg und Fels in Splitter;Und es dampfen die rollenden TrümmerIn des Feuers Hellem Schimmer,
Und es hallet zu des Todes BeuteNoch immerfort und immerDas gräßliche Geläute,
Bis — ein Fluch sein letztes Wort —-Des Blitzes Strahl den Ritter durchbohrt.