„Den Einen schuhe Gott —
„Ich folg' des Andern Tod!"
Der Einen Rettung hoch erfreut.
Vergißt der Greis des Andern Leid,
Und schreitet ängstlich rasch zu WerkeMit rastlos eifrigen» Bemühn;
Den morschen Leib hebt neue Stärke,Daß von dem Fleiß die Adern glüh'n,Die Glocke zu vollendenGelänge seinen Händen,
Doch fehlt's ihm noch zum SchallDer Glocke an Metall.
Was er vom Ritter auch begehrt.
Ihm wird nicht Stoff noch Hülff gewährtDer wünscht der Glocke kein Gelingen,Damit er labe seine Wuth,
Säh' er das Werk ihn nicht vollbringen,Und strömen aller dreyen Blut.
Der Greis den Freunden AllenLäßt seine Klag' erschallen:„Errettet mir den Sohn,
So werd' euch Gottes Lohn !" —
Und steh! Von allen Straßen-nah'nDie Freunde schon zur Burg heran;Verehrter Heil'gen Bilder tragenSie auf den Schultern fromm und still:„Wo Stolz und Härte Menschen plagen,„Ist Helfen Gottes heil'ger Will';
„Nimm hin des Hauses Schilder,„Der Heiligen Schutzbilder!
„Sie schützen uns so lang;
„Sey ihrer Hüls' nicht bang!" —,
Auflechzt des Feuers rothe Gluth;
Drin schmilzt der Freunde frommes Gut,Die Glocke steht in ihrer Schöne;