Und Wolf: »Der Brut gebührt der Tod!»Sund' bleibet Sünd', auch in der Noch."Ohnmächtig stürzt der Greis darnieder.Der Schmerz nur läßt ihn nicht vergeh'»;Auf rafft er sich vom Boden wieder.Vermag mit Wunderkraft zu steh'n:
»So stirb denn selbst nicht minder,»Herzloser! ohne Kinder.
»Dein bkut'ges Leichentuch»Umheule Menschenfluch!" —
Hinschreitet er; es schweigt im Saal.
Die Stille bricht des Ritters Schall:»Halt! nur des Jüngern Blut soll fließen;»Doch mußt du für die Gnade mir»Alsbald ein Todtenglöcklein gießen;
»DaS sey des Kerkerthurmes Zier.
»Und geht der Bub' zum Blocke»»So ziehst du selbst die Glocke»
»Und machst die Sterbestnnd'
»Dem ganzen Gaue kund.
»Du selber hast den Tod verdient,
»Weil du dich frevelhaft erkühnt,
»Mir Flüche auf das Haupt zu senden.»Gehst du nun die Bedingniß ein,
»Magst du den Tod von dir abwenden,»Und eineu Buben auch besrei'n.
»Willst du nicht dieß erfüllen,
»So höre meinen Willen:
»Du stirbst nach Beider Tod,
»Von ihrem Blute roth!" —
Umsonst stürzt Kunigunde hin,
Zu beugen den entmenschten Sinn;Umsonst sind Heinrichs heiße Bitten;
Die Hölle fühlt kein Sonnenlicht.
Als lang der Greis mit sich gestritten.Wankt er zum Ritter hin und spricht:»Kann ich den Einen retten,
»Magst du den Zwevten tödten!