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Sie stehen zitternd vor dem Würger,Den keine ihrer Bitten rührt:
„Wollt nicht zu strenge richten,„Und Gottes Gab' vernichten!„Ach schont das junge Blut,„Des Vaters einz'ges Gut!" —
Und bleich tritt nun ein Greis hervor.
Kniet hin, und hebt die Hand' empor.
Die Thräne schleicht von hohlen Wangen,
Es sinkt das Haupt, von Schnee umkränzt;Die Stimme hält der Schmerz gesangen,Im Auge kaum noch Leben glänzt.
Mitleid ergreifet alle;
Won Seufzern stöhnt die Halle.
Er scheint ein Bild von SteinAm Kirchhofgrab zu seyn.
Und endlich rufet dumpf und leisAus seinem Innersten der Greis:
„Gott ist der Vater von uns Allen!
„Der Knaben Vater — ach! — bin ich!„Laß nicht den Todesrus erschallen!
„Er tönt zu früh, zu fürchterlich.
„Gott speiset ja di« Armen; >„Drum Hab' auch Du Erbarmen!
" „Mir blieb kein Bissen Brot;
S i e trieb die bitt're Noth!" —
Wolf schlürft den Becher aus voll Ruh' ;Dann spricht er grinsend: „Wer bist du?„Hat dich das Grab zurück gegeben?« —Der Greis: „Ein Glöckner bin, Herr,„Und nähre kümmerlich mein Leben;
„ES wird die Arbeit iyir zu schwer.
„Daß ich nicht Hunger sterbe,„Hilst mir in dem Gewerbe„Des altern Knaben Hand„Treu bis zum Grabesrand!" —-