Der Hoffnung Reiz, der süße Schlummer,
Der Trost erhab'ner Zärtlichkeit,
Was lehrten sie uns nicht vergessen?
Nein, ganz an Freuden arm ist nieDas Loos dem Staube zugemessen.
Der Himmel schenkte dir Genie!
Genie, sein seltenstes Geschenke,
Er hat dich nicht voll schwarzer Ränke,
Nicht zum Beherrscher einer Macht,
Nicht groß, nicht reich, nicht arm gemacht.
Q, dank' ihm, durch ein frohes Leben.
Erkenn', erfülle deine Pflicht
Als Mensch, als Bürger, als Gemahl,
Als Vater! Jede krönet Segen.
Versuch' es! Ruh'n wird deine Qual,
Der Sturm in deiner Brust sich legen-Umsonst sucht der Sophisten ChorDer Tugend Samen auszurotten.
Und bitter jeder Pflicht zu spotten.
Leih' ihrem Hohne nicht dein Ohr!
Gott selbst gab uns der Pflichten Bande.
Durch sie bereiten wir uns vorZu jenem väterlichen Lande.
Dem Frevler nur sind sie zur Last»
Thier, wünscht er sich des Thieres Rast»
Voll Dankes ehret sie der Weise.
Ihm sind sie auf der öden ReiseAufmunterung, Erquickung, Speise,
Sein letzter Wunsch» wenn er erblaßt.
Wer ist so tief in Schmerz versunken.
Daß auch nicht Eines Triebes Funken,
Im Innersten der leeren Brust,
Vielleicht ihm selbst noch unbewußt.
Des Hauchs der Freundschaft wartend, glimmte?Nicht eine Saite seiner BrustMit ihrem sanften Tone stimmte?
O, daß ich der Beglückte sey,
Der durch die frömmste ZaubereyDein krankes Herz unmerklich täusche.
Und endlich, fern von eitler Pracht