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2 (1824) Bibliothek der Humanitäts-Wissenschaften zur Selbstbildung für Jünglinge von reiferem Alter : philosophische Wissenschaften
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Verläßt der Mukh, wenn TodenstilleDen Äther füllt, das Schiff erstarrt.

Und Kunst und Fleiß und guter WilleUnthätig aufBefreyung harrt.

Der West das schlaffe Segel kühlet.

Und matter Schaum das Ruder spühlet.

Erfahrner Eifer, weiser Math,

Bestehen, ohne feiges Zittern,

Den Kampf mit Stürmen und Gewittern.

Sie sind die Bilder unsrer Wuth.

Ihr Toben schweigt, es sinkt die Fluch,

Und, bey des jungen Morgens Helle,

Entdeckt des Bootsmanns wacher BlickDas nahe Land, und preis't sein Glück.

So rissen Fehler, UnglückssälleEin edles Herz von Tugend los;

So wirft selbst der Verzweiflung WelleES wieder oft in ihren Schooß.

Glaubst du, der Menschheit Elend drückeNur dich? (Ost ist's der Selbstsucht Wahn.)

Q sieh, mit unbefang'nem BlickeDie Menschen, deine Brüder, an lSie kämpfen alle, leiden, klagen;

Der Glücklichste hat seine Plagen»

Der Freyste seine Sclaverey:

Der Eine wirklich; And're zagenVor Schrecken ihrer Phantasey.

Es seh'n, es hören alle Zonen

Des Kummers Spur, der Schwermuth Ach !

Monarchen weinen hoch auf Thronen,

Der Landmann unterm Hütkendach!

Oft stießet die geheime ThräneBey eines Grabes dunkler Scene«

Won Menschenaugen nngeseh'n;

Oft wird sie grausam stark ersticket;

Die selbst, die kaum das Licht erblicket.

Beweinen, daß sie es geseh'n-

Doch, Freund, in diese Saat von KummerIst auch Vergnügen eingestreut;