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2 (1824) Bibliothek der Humanitäts-Wissenschaften zur Selbstbildung für Jünglinge von reiferem Alter : philosophische Wissenschaften
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Und von ermüdendem Geräusche,

In einer Laube holden Nacht,

Wo schweigende Betrachtung wacht,

Dich mit der Freude wieder söhne!

Doch, daß dein Geist von ihrem Blicklind ihre Wange Gluth zurückGeschreckt, sie nicht verhöhne

Verschley're sich die junge Schöne!

Der Blinde, der die Finsterniß,

Die ihn umwölkte, kaum zerriß.

Wagt nicht an Hellen Sommertagen,

Sein schwaches, blinzelndes GesichtVerwegen in das volle Licht.

Er übt die Blicke, die noch zagen.

Der Sonne Feuer zu ertragen,

An Örtern, wo ihr Strahl gedämpftMit braunen Schatten dämmernd kämpft.

Laß dich sein kluges Zaudern lehren,

Laß Sicherheit dich nicht bethören,

Freund, eile langsam zum Genuß!

Vergleiche dich auf allen SchrittenDem Triebwerk, dessen Bau gelitten,

Und das, will er's nicht ganz zerrütten,

Der Meister langsam bessern muß!

Des Lebens Becher zu genießen,

In welchen Wohl und Wehs fließen,

Und dieß durch jenes zu versüßen,

Das ist des Weisen Wissenschaft,

Der sich auch Glück im Unglück schafft.

F. W. Cotrer.

Epistel.

Jetzt, da Jeglicher lies't, und viele Leser das Buch uurUngeduldig durchblättern, und, selbst die Feder ergreifend,

Auf das Büchlein ein Buch mit selt'ner Fertigkeit pfropfen,

Soll auch ich, du willst es, mein Freund, dir über das SchreibenSchreibend die Menge vermehren und meine Meinung verkünden,Daß auch andere wieder darüber meinen, und immerSo in's Unendliche fort die schwankende Woge sich wälze.