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Du gehst/ und deine Schritte wanken/
Und hinter dir hinkt Reue her.
Verlassen, scheu, dich selbst verzehrend,
Durch nichts zum Leben angefacht,
Am Morgenroth die Nacht begehrend,
Noch matt von der, die du durchwacht,Gleichgültig, wenn ein Tag verloren;
Vor jedem neuen Tage bang; —
Verzeihe meines Herzens Drang,
O, du, vor allen mir erkohren!
Und lausche, mit geneigten Ohren,
Der Freundschaft tröstendem Gesang,
Dem Rath, den die Vernunft geboren!
Und du, die mit gelinder HandMir tiefe Wunden oft verband,
O, Göttin»! — Wohlthun ist dein Nähme —O Freundschaft, jeder Tugend Same!
Du, unsers Wesens bester Theil,
Erhabne Leidenschaft des Weisen!
Dir fleh' ich, deine Macht zum HeilDes besten Mannes zu beweise»!
O, lächle mir Erhörung zu,
Daß wir dich, Schöpferin» der Ruh',
Und Schutzgöttinn des Lebens preisen!
Ein Herz, das lang' im Stillen litt.
Mit Schwachheit und mit Jrrthum stritt.
Gern weihst du es zum Heiligthume,
Bewährest dich, zu schönerm Ruhme,
Gern unter Leidenschaften groß.
In gisterfüllter Krauter SchooßBlüht so. die edle, kleine Blume.
Fort aus der Freundschaft Heiligthume,
Ihr Stolzen, deren kalte BrustNicht brüderliche Nachsicht nähret,
Die ihr aus Furcht nur Tugend ehret,
Und schuldlos bleibt, weil keine LustDas matte Blut in euch empöret!
Das Paar der ersten Freunde warGewiß ein unglücksel'ges Paar;
Zwey Seelen, ihres Daseyns müde,