An des Vorhofs Pfosten hängt.Sie, die zu dem hohen RangeSoldner Freyheit ladet, drohtMehr mit einem seidnen Strange,Als des Orients Despot.
Immer bleibt die SclavenketteEine Kett' und wird, wenn sieAuch den Glanz des Goldes hätte,Doch zum Freyheitskranze nie.
Sollte mich die Göttinn blenden»Um, in eiteln Wünschen, ihr,
Wie ein armes Opserthier,
Meine Freyheit zuzusenden;
Um aus ihren Altar ihrMeine Ruhe zu verspenden.
Und, mit Einem Worte, schierMich ihr selber zu verschwenden?
Ihr, die von den Schmetterlingen,Die bemahlten Flügel nahm.
Und dann mit den bunten SchwingenDon der Thorheit Fenster kam,Welche sie doch fast nicht besserLiebt, wie man den Knaben liebt»Welchem man ein schadend MesserIn die schwachen Hände gibt?
O! wie oftmahls schlägt sie nichtEinen Thoren, der sie quälet.
Mit den Flügeln in's Gesicht,
Daß er blind des Wegs verfehlet»Der zu ihrem Tempel führt.
Und getäuscht den Abweg wählet.Den zwar Üppigkeit verziert.
Der sich aber im verworr'nenLabyrinthe, voller Dornen,
Wo die Reue schleicht, verliert,Dieser fürchterliche GeistDes getödteten Gewissens,
Der oft von des DaunenkissensRuh' hinweg die Ruhe weis't!