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Blitze sah ick durch die Thränen sprühen.
Binden Eide wohl, wie so ein Blick?
Und auch Eide fehlten nicht dem Bunde.Lebend, sterbend, schwurst du mein zu seyn.Kamst in mancher unbelauschten StundeUnsers Bundes dich mit mir zu sreu'n.
In der Mitternächte heil'gen GrauenWarfst du sorglos dich in meinen Arm.Schöne Unschuld, rührendes Vertrauen.
Du durchschauerst mich mit süßem Harm.
Aber nun des Argwohns LauerblickeUnsers Bundes heil'ge Nacht durchspäh'n.
Nun mich Vorurtheil und Stolz und TückeHochverräter, Kirchenräuber schmäh'n,
Soll ich Wort und Schwur zurück dir geben ?Soll, von dir — von Licht und Luft verbannt,Einsam schleichen durch das dunkle Leben?Einsam irren an des Lethe Strand?
Jda, Jda, dein mich werth zu zeigen,Böt' ich aller Bosheit Hohn und Spott,
Und verschmähend, mich dem Stolz zu beugen.Trotzt' ich Kerker, Ketten und Schafott;
Würde keck um dich mit Tausend hadern,Unverwandten Blick's zum Tode geh'n,
Und mit Ruh' aus allen meinen AdernMein wegfiiehend Leben bluten seh'n-
Aber Jda jammert, Jda trauert.
Deine Feigheit, Weib, entmannet mich,
Und den Schritt, drob meiner Menschheit schauert,Thu' ich, und verlasst auf ewig dich.
Deiner Eide sey von mir entbunden.
Sey, die du gewesen, froh und frey —
Aber ach, durch wen soll ich gesunden,
Wie entflieh'» der schnöden Sclavercy?