Ausgelöscht sind meine Flammenkräfte,
Meines Geistes Sehnen abgespannt,
Gar versiegt sind meiner Wurzeln Säfte,
Meiner Röhren Mark ist ausgebrannt.
Fahret wohl, ihr schimmernden Entwürfe!
Fahre wohl, süßschmeichelnder Betrug!
Kelch, aus welchem ich Betäubung schlürfe,
Sey geleert mit Einem langen Zug!
Nimm, Verzagte, denn, nimm alles wieder.Was ich Köstliches von dir besaß.
Deine Schleifen, Locken, Briefe, Lieder,
Auch dein Herz nimm wieder, kannst du das.
Lebe glücklich und damit die AhnenDein sich rühmen, o so freye jaSolche Farben nur und solche Fahnen,
Die Arkona noch turnieren sah.
Lebe glücklich! Wohl geziemt's hieniedeu.Herzlos, seellos und glückselig seyn.
Lebe glücklich; und wenn es dem FriedenDeiner Seele frommt—vergiß auch mein!
Nicht so leicht fürwahr mag der vergessen.
Der der Erde Edelstes verlor.
Wenig Mädchen, traun! sind würdig dessen»
Den der Mädchen Trefflichstes erkor-
Auch den Hefenrest von meinen TagenWill ich dir und meiner Trauer weih'n.
Will des Schicksals Eigensinn verklagen.
Und das Mitleid und die Tröster scheu'».
Brechen wird die Schwermuth meiner JugendKaum erschloss'«« Blüthen, mich geschwindEiner Welt entwinken, wo die TugendUnd das Glück in ew'gem Kriege sind.
Ruhig wahrlich, reuelos und müdsWerd' ich in die enge Wohnung geh'n!
Langer Schlummer wird und tiefer FriedeUm den srüherhöhten Hügel weh'n!