254
E r.
Dich nur sah ich, nur dich am Boden kniend, verdrießlich;
Mit der einen Hand hieltst das Gewand du hinauf.
S r e.
Ach, da flogen die Teller nach dir! Ich sorgte, den edlenFremdling träfe der Wurf kreisend geschlungenen Metalls.
E r.
Und doch sah ich nur dich, wie rasch mit der anderen Hand duKörbchen, Blumen und Kranz sammeltest unter dem Stuhl.
S i e.
Schützend tratest du vor, daß nicht mich verletzte der Zufall,
Oder der zornige Wirth, weil ich das Mahl ihm gestört.
E r.
Ja, ich erinn're mich noch; ich nahm den Teppich, wie einer,
Der auf dem linken Arm gegen den Stier ihn bewegt.
S i e.
Ruhe gebvth der Wirth und sinnige Freunde. Da schlüpft' ichSachte hinaus; nach dir wendet' ich immer den Blick.
E r.
Ach, du warst mir verschwunden! Vergebens sucht' ich in allenWinkeln des Hauses herum, so wie auf Straßen und Markt.
S i e.
Schamhaft blieb ich verborgen. Das unbescholtene Mädchen,
Sonst von den Bürgern geliebt, war nun das Mährchen des Tags.
E r.
Blumen sah ich genug und Sträuße, Kränze die Menge;
Aber du fehltest mir, aber du fehltest der Stadt.
S i e.
Stille saß ich zu Hause. Da blätterte los sich vom ZweigeManche Rose, so auch dorrte die Nelke dahin.
E r.
Mancher Jüngling sprach auf dem Platz: da liege» die Blumen!Aber die Liebliche fehlt, d?e st« verbände zum Kranz.