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2 (1824) Bibliothek der Humanitäts-Wissenschaften zur Selbstbildung für Jünglinge von reiferem Alter : philosophische Wissenschaften
Entstehung
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S i e.

Hat dir doch kein Strauß, kein K«anz des Tages gefehlet,

Seit dem ersten, der dich mir so von Herzen verband.

E r.

Ja, noch hängt er zu Hause, der erste Kranz, in der Kammer,Welchen du mir, den Schmaus lieblich umwandelnd, gereicht.

S i e.

Da ich den Becher dir kränzte, die Rosenknospe hineinfiel.

Und du trankest, und riefst: Mädchen, die Blumen sind Gift!

E r.

Und dagegen du sagtest: sie sind voll Honig, die Blumen;

Aber die Biene nur findet die Süßigkeit aus.

S i e.

Und der rohe Timanth ergriff mich, und sagte: die HummelnForschen des herrlichen Kelchs süße Geheimnisse wohl?

' E r.

Und du wandtest dich weg, und wolltest fliehen; es stürzten.

Vor dem täppischen Mann, Körbchen und Blumen hinab.

S i e.

Und du riefst ihm gebicthend: das Mädchen laß nur! die Sträuße,So wie das Mädchen selbst, sind für den feineren Sinn.

E r.

Aber fester hielt er dich nur; es grins'te der Lacher,

Und dein Kleid zerriß oben vom Racken herab.

S i e.

Und du warfst in begeisterter Wuth den Becher hinüber,

Daß er am Schedel ihm, häßlich vergossen, erklang.

E r.

Wein und Zorn verblendeten mich; doch sah ich den weißenNacken, die herrliche Brust, die du bedecktest, im Blick.

S i e.

Welch ein Getümmel ward und ein Aufstand ! Purpurn da« Blut lief.Mit dem Weine vermischt, gräulich dem Gegner vom Haupt.