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2 (1824) Bibliothek der Humanitäts-Wissenschaften zur Selbstbildung für Jünglinge von reiferem Alter : philosophische Wissenschaften
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Sie."

Kränze band ich indessen zu Haus', und ließ sie verwelken.

Sichst du? da hangen sie noch, neben dem Herde, für dich.

E r.

Auch so welkte der Kranz, dein erstes Geschenk! Ich vergaß nichtIhn im Getümmel, ich hing neben dem Bett mir ihn auf.

S i e.

Abends betrachtet' ich mir die welkenden, saß noch und weinte.

Bis in der dunkelen Nacht Farbe nach Farbe verlosch.

E r.

Irrend ging ich umher, und fragte nach deiner Behausung;

Keiner der Eitelsten selbst konnte mir geben Bescheid.

S i e.

Keiner hat je mich besucht, und keiner weiß die entlegneWohnung; die Größe der Stadt birgst die Ärmere leicht.

E r.

Irrend lies ich umher, und flehte zur spähenden Sonne:

Zeige mir, mächtiger Gott, wo du im Winkel ihr scheinst!

Sie.

Große Götter hörten dich nicht; doch Penia hört' es.

Endlich trieb die Noch nach dem Gewerbe mich aus.

E r.

Trieb nicht noch dich ein anderer Gott, den Beschützer zu suchen?Hatte nicht Amor für uns wechsende Pfeile getauscht?

Sie.

Spähend sucht' ich dich auf bey vollem Markt, und ich sah dich!

E r.

Und es hielt das Gedräng keines der Liebenden auf.

Sie.

Schnell wir theilten das Volk, wir kamen zusammen, du standest.

E r.

Und du standest vor mir, ja! und wir waren allein.