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2 (1824) Bibliothek der Humanitäts-Wissenschaften zur Selbstbildung für Jünglinge von reiferem Alter : philosophische Wissenschaften
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Laß im Traum das Leben dich umwimmern!

Das hier unkerging in starres Grau'n!

Ist es denn so reizend, sich mit TrümmernIn die Weltgeschichte einzubau'n?

Einen Lorbeerkranz verschmäh'» , ist edel!

Mehr als Heldencuhm ist Menschenglück!

Ein bekränztes Haupt wird auch zum Schede!,

Und der Lorbeerkranz zum Rasenstück!

Cäsar fiel an einem dunkeln TageAb vom Leben, wie entstürmtes Laich;

Friedrich liegt im engen Sarkophage;

Alexander ist ein wenig Staub.

Klein ist nun der große Weltbestürmer;

Er verhallte, lauten Donnern gleich;

Längst schon theilten sich in ihn die Würmer,

So wie die Satrapen in sein Reich.

Fließt das Leben auch aus einer Quelle.

Die durch hochbekränzte Tage rinnt!

Irgendwo erscheint die dunkle Stelle,

Wo das Leben stille steht und sinnt.

Katharinas Lvrbeerthaten zögenGern verhüllt den Lethestrom hinab;

Vess're retten ihre Grust, und legenSanftre Kronen nieder auf ihr Grab.

Dort unten, wo zur letzten Krümme»

Wie ein Strahl, der Lebensweg sich bricht,

Tönet eine ieyerliche Stimme,

Die dem Wandrer dumpf entgegen spricht:

Was nicht rein ist, wird in Nacht verschwinden;

Des Verwüsters Hand ist ausgestreckt;

Und die Wahrheit wird den Menschen finden.

Ob ihn Dunkel oder Glanz versteckt!"

C. A. Tiedge

Der Kirchhof.

Wann ich e'nst, wie sie entschlummern werde,Die kein Gruß der Morgensonne weckt.