Wann das schmale Hügelchen mit ErdeMeine dunkle FriedenSkanimer deckt:
Wird dann wohl, wie ich es vorempfinde.
Auf dein dünn begrünten Grabe hier,
Ein Geliebter nur dem AbendwindeHörbar, seufzen: Ach! was war er mir?
Sanfter werd' ich unter jeder HülleNiedersinken in die lange Nacht,
Wenn ich weiß, daß dann in FeyerstilleNoch mein Bild in Freundesseelen wacht.Leiser wild des Todes Ruf mir tönen,Lieblich, wie ein stilles Abendlied,
Wenn ich fühle, daß dann heiß'res SehnenHin nach mir in Freundesseelen glüht.
Aber weun das Loos nun anders fiele?
Wenn nicht an des kalten Führers HandIch voran voll irrender Gefühle,
Wankte in das unbekannte Land?
Wenn euch mir die hohe Ordnung raubte?Euch, die sie zum letzten Glück mir gab ?Wenn der Himmel, den ich ewig glaubte.
Mir vor Augen schwand' in Nacht und Grab?
Blumen blüh'n in dieseW SchattenthaleWenig nur, doch immer ist es schön.
In der Freundschaft WechselsonnenstrahleLäßt sich's auch auf Fels und Dornen geh'n..Könnt ihr, Lieben, könnt ihr mir vergeben.Was mein Wunsch so eigensinnig spricht?
Euch in diesem Thal zu überleben.
Den Gedanken duld' und denk' ich nicht.
Thränen, die um Mausoleen rannen,
Waren selten werth, geweint zu seyn.
Pflanzet dunkle Vaterlandestannen,
Wenn ihr wollt, um meinen Leichenstein!Lagert sinnend euch beym SternenscheineIn der Nähe, wo mein Rest verwest!
Oder bückt euch zu dem kalten Steine,
Seht die tiefen Zeilen an, und lest: