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Sagt, was ist» was gilt ein Menschenleben,Was die Menschheit vor dem Welrengeist,
Wenn der wilde Tod aus den GewebenIhres Daseyns so die Faden reißt ?
Welche Faden sind hier abgerissen!
Und was fällt, wenn nur ein Haupt zerfällt! —Hier steh'n wir, und hinter FinsternissenSteht der hohe Genius der Welt!
Stürme fahren aus dem Schoöß der Stille,Und die Zeit, mit Trümmern wüst umringt,Zählt am Uferrand der LebenssülleJeden Tropfen, den der Sand verschlingt.Schwankend irren wir im finstern Sturme;Wechseltod beherrscht die Finsterniß;
Er beraubt den Halm, und gibt dem Wurme,Gibt dem Halm, was er dem Wurm entriß.
Luftig spielt das Laub des UlmenbaumesAn den frischen Ästen um den Stamm:
Regt darin sich noch ein Rest des Traumes,
Der einmahl in Nervensaften schwainm?
Jenen Kopf bewohnten einst Gedanken,
Stolz vielleicht und Dünkel seine Stirn:
Jetzt durchkriecht ein Nachtwurm ihn; und Ranke»Wilder Kräuter nährte sei» Gehirn,
Dieser Staub am Wege hing um Seelen;
Wo ich trete, stäubt vielleicht ein Herz.
Gott! und hier aus diesen AugenhöhlenStarret« zu dir hinauf der Schmerz.
Welch ein Anblick! —Hieher, Volksregierer,Hier, bey dem verwitternden GebeinSchwöre, deinem Volk ein sanfter Führer,
Deiner Welt ein Friedensgott zu sevn-Hier schau her, wenn'dich nach Ruhme dürstet!Zähle diese Schedel, Völkerhirt,
Vor dem Ernste, der dein Haupt entfürstet,
I» die Stille niederlegen wird!