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Wo den Raum die Ulmen überschleyern,
Sank der Frühlingssänger in den Staub;
Diese Stelle will ich heilig scyern;
Ach! und kann sie nur bestreu',, mit Laub.Rinnen laß hier eine Silberquelle;
Winde deinen sanstern Blumentag,
Holder Frühling, um die rauhe Stelle,
Wo dein edler Sänger blutend lag!
Hier aus diesem wildernden Gesträuche,
Wo der deutsche Mann sein Blut verlor,
Hebe sich, im Schatten einer Eiche,
Grün' ein zartes Myrthenreis empor;
Und im dunkelgrünen EichenlaubeGirre, wenn der Lenz vorüber zieht,
Klagend eine silberweiße TaubeNoch dem Sänger Lalage's ihr Lied.
Aber in dem Myrthendunkel säumeDie Bcgeist'rung einer Nachtigall,
Und die Waldlust schweb' um ihre Träume,
Wie ein sanft gehaltner Wellenfall.
Leise schwebe sie durchs Laub des Strauches,
Das der Boden dieser Stelle trieb,
Wie der Nachhall eines Flötenhauches,
Der uns aus des Dichters Leben blieb;
Und im zarten Weiß der sanstern TrauerNahe sich die Mondnacht diesem Raum.
Feyernd trete sie in seine Schauer,
Wie ein heiliger Erinn'rungstraum.
Zwar den fernen Geist kann nichts erstatten;Doch er schwand nicht ganz aus unserm Blick:Der geweihte Mann wirf, seinen SchattenDort noch aus Elysium zurück.
Viel der edeln Männer sind gefallen;
Aber, Kleist, dein Nähme tritt hervor,
Tritt hervor, und hebr, geweiht vor Allen,
Aus der Flukh der Zeiten sich empor.
Hier fand mancher Jüngling, welcher muthigEinen Nahmen sucht', ein stummes Grab ;Manche Hoffnung riß der Tod hier blutigVom Idol der goldenen Zukunft ab.
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