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2 (1824) Bibliothek der Humanitäts-Wissenschaften zur Selbstbildung für Jünglinge von reiferem Alter : philosophische Wissenschaften
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Aber hier, um diese Menschentrümmer, 'Hier aus öder Wildniß ruht ein Fluch ;

Durch das Feld hin streckt sich Mondenschimmer,Wie ein weites, weißes Leichentuch.

Dort das Dörfchen unter Weidenbäumen;

Seine Väter sahn die grause Schlacht:

O sie schlafen ruhig, und verträumenIn den Gräbern jene Flammennacht!

Von den Hutten, die der Asch' entstiegen.

Ragt der alte Kirchenthurm empor.

Hält in seinen narbenvollen ZügenSeine Welt noch unfern Tagen vor.

Lodernd fiel um ihn das Dorf zusammen:

Aber ruhig, wie der gieße SinnSeiner Stiftung, sah er auf die FlammenDer umringenden Verwüstung hin.

Finster blickt er, von der Nacht umgrauet.

Und von Mondesanblick halb erhellt.

Über diesen Hügel, und beschauet,

Wie ein dunkler Geist, das Leichenfeld.

Mag, o Lenz, dein Angesicht hier lächeln?Jeder Windstoß, der den Wald bewegt.

Ist ein großer Seufzer, der das RöchelnDer Gefallnen durch die Wildniß trägt.

Diese Greisinn, diese düstre FichteZeigt die Narben, die auch sie empfing.

Weist dahin, wo blutig die GeschichteBöser Zeiten ihr vorüber ging.

Als hier wild die Waffendonner stürmten,

War sie noch mit Jugendkraft umlaubt.

Und, wie Hände der Natur, beschirmtenIhre Schatten ein geweihtes Haupt.

Hier sah Friedrich seine Krieger fallen.Herrscher deiner Welt, du warst so groß;

Aber doch das härteste von allenWar dein Loos, es war ein Königsloos.

Mann des Ruhmes, konnten alle BlüthenJenes Kranzes, der dein Haupt umfing,

Phtt-s-ph. Abtheil. II »anh. Q