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2 (1824) Bibliothek der Humanitäts-Wissenschaften zur Selbstbildung für Jünglinge von reiferem Alter : philosophische Wissenschaften
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Elegie auf dem Schlacht selbe Key Kuuersdor

Nacht umfängt den Wald, vo» jenen HügelnStieg der Tag in's Abendland hinab;

Blumen schlafen, und die Sterne spiegelnIn den Seen ihren Frieden ab.

Mich laßt hier in dieses Waldes Schauern,

Wo der Fichten Schatten mich verbirgt;

Hier soll einsam meine Seele trauernUm die Menschheit, die der Wahn erwürgt.

Drängt euch um mich her, ihr Fichtenbäume!

Hüllt mich ein, wie eine tiefe Gruft!

Seufzend, wie das Athmen schwerer Träume,

Weh' um mich die Stimme dieser Luft.

Hier an dieses Hügels dunkler SpitzeSchwebt, wie Geisterwandel, banges Granu!

Hier, hier will ich vom bemoos'ten SitzeJene Schedelstätten überschaun.

Dolche blinken dort im Mondenscheine,

Wo das Erntefeld des Todes war;

Durcheinander liegen die GebeineDer Geschlagnen um den Blutaltar.

Ruhig liegt, wie an der Brust des Freundes,Hier ein Haupt, an Feindes Brust gelehnt.Dort ein Arm vertrant am Arm des Feindes.Nur das Leben haßt, der Tod versöhnt.

O , sie können sich nicht mehr verdammen,

Die hier ruh'n; sie ruhen Hand an Hand!

Ihre Seelen gingen ja zusammen,

Gingen über in ein Friedensland;

Haben gern einander dort erwiedert,

Was die Liebe gibt und Lieb' erhält.

S ur der Sinn der Menschen, noch entbrüdert,Weistt den Himmel weg aus dieser Welt.

Hin eilt dieses Leben, hin zum Ende,

Wo herüber die Zypresse hängt:

Darum reicht einander doch die Hände,

Eh' die Gruft euch an einander drängt!

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