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Sein verlorenes GefiederKömmt in wenig Tagen wieder;
Schüchtern fleht es um sich her;
Fangen läßt es sich nicht mehr.
Glaubest du, die Liebe brecheAuS der Asche noch hervor.
Weil ich so von Freyheis spreche?
Reize mein Triumph dein Ohr?
Mich beweget zum ErzählenEin geheimer Trieb der Seelen;
Von vergangnen Leiden fern.
Schildert sie ein jeder gern.
Krieger schildern, nach dem Streite,
So das Schrecken der Gefahr,
Zeigen, statt der goldnen Deute,
Lächelnd ihre Narben dar.
So, von langer Qual entbunden.
Zeigt ein Sclave froh die Wunden,
Die ihm einst sein Wütrich schlug,
Und die Ketten, die er trug.
Ich erzähle nur dem Winde,
Weil das Reden mich erfreut;
Unbekümmert, ob SelindeIhren Unbestand bereut.
Ob sie mein Geschwätze höret,
Ob es ihren Frieden störet.
Ob sie lachend von mir spricht.
Ob sie seufzet, frag' ich nicht.
Ungetreu ist, die ich fliehe,
Du verlierst ein treues Herz.
Wer vergißt mit leicht'per MüheVon uns beyden seinen Schmerz ?
Sanft und redlich, wie die meine,
Findest du der Seelen keine;
Eine Falsche, die dir gleicht,
Falsches Mädchen, find' ich leicht!
Fried. Wilh. Gotte»