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2 (1824) Bibliothek der Humanitäts-Wissenschaften zur Selbstbildung für Jünglinge von reiferem Alter : philosophische Wissenschaften
Entstehung
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Sich verachtend auf mich Thoren»Sprich mit mir» voll süßer Kunst;

An mir ist dein Stolz verloren»

Und verloren deine Gunst!

Sonst geschaffen zum Verführen,

Kann mich dieser Mund nicht rühren;Mein verschloßnes Herz verlachtDieses Blickes Zaubermacht.

Freuden, die mich nun beseelen.Dank' ich nicht mehr deiner Huld;

Und an Sorgen, die mich quälen,

Ist Selinde nicht mehr Schuld.

Hain und Hügel, Bach und WeideGeben, ohne dich, mir Freude,

Und ein trauriger PallastBleibt mir auch mit dir verhaßt.

Daß ich immer schön dich finde.Sag' ich ohne Schmeicheley,

Doch nicht länger, daß SelindeReizender, als alle, sey.

Bey so vielen sanften Zügen,

(Hör' es nicht mit Mißvergnügen)!Merk' ich kleine Fehler da.

Wo ich sonst nur Schönheit sah.

Schmerzen gingen mir an's Leben,Mich ergriff des Todes Hand,

Als ich mir den Pfeil, mit Beben,

Aus dem wunden Herzen wand.

Doch den Qualen zu entrinnen,

Selbst sich wieder zu gewinnen.

Sich vom Joche zu befreyn.

Werden alle Schmerzen klein.

So, von den verborgnen Stangen,Reißt ein Vögelchen sich los.

Läßt am Leim die Federn hangen.Flattert in der Freyheit Schovß;