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Ich schlief wie du. Jetzt meidet mich der Schlummer;Bang irrt im LebenslabyrinthMein Fuß umher; tief seufzt aus mir der Kummer:
O Himmel, war ich noch ein Kind!
Fried. Wilh. Götter.
Die Freyhel t.
Endlich, endlich leb' ich wieder.
Dank sey deinem Unbestand!
Endlich sahn die Götter niederAuf die Qual, die ich empfaud!
Abgeschüttelt ist, Gelinde,
Meine Fessel, meine Binde;
Frey der Geist, das Auge frey.
Und mein Glück nicht Phantasey;
Leer von Lieb' ist jede FalteMeines Herzens, kalt mein Blut;
Schwachheit lauscht im HinterhalteNicht mehr, in Gestalt der Wuth;
Und bey deines Rahmens KlangeKlopft mein Busen nicht mehr bange;
Ich entfärbe jetzt mich nicht,
Seh ich dir in's Angesicht.
Wann der Schlaf mein Auge decket.
Schwebt dein Schatten nicht um mich;
Wann des Morgens Strahl mich wecket.
Denk' ich nicht zuerst an dich.
Einsam auf den weiten Fluren,
Such ich nicht mehr deine Spuren!
Du gewährst, bin ich bey dir.
Nicht Verdruß, nicht Freude mir.
Ich kann wieder von dir sprechen,
Und kein Seufzer hebt die Brust;
Ich gedenk' an dein Verbrechen,
Keines Grolles mir bewußt;
Fliehe nicht, wann ich dich sehe.
Gleich dem aufgescheuchten Rehe;
Höre, selbst von dir, mit RuhMeinem Nebenbuhler zu.