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2 (1824) Bibliothek der Humanitäts-Wissenschaften zur Selbstbildung für Jünglinge von reiferem Alter : philosophische Wissenschaften
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res Sylbenmaß hat; wie z. V. in Schillers Lied:Würdeder Frauen

Ehret die Frauen! Sie flechten und wehenHimmlische Rosen in's irdische Leben,

Flechten der Liebe beglückendes Band»

Und, in der Grazie züchtigem Schleyer,

Nähren sie wachsam das ewige FeuerSchoner Gefühle mit heiliger Hand.

Ewig aus der Wahrheit SchrankenSchweift des Mannes wilde Kraft;

Unflat treiben die GedankenAuf dem Meer der Leidenschaft.

Zum Schluffe folgt noch eine jambische Strophe aus einemenglischen Gedicht von Georg Wither, betitelt: Schäfers Ster-belied, worin die Versfüße von einem Jambus bis zum sie-benfüßigen anwachsen und eben so wieder abnehmen:

Ade

Geliebter Hain!

Du anmuthreiche Höh',

Du stilles Thal, gedenke mein!

Ihr Dach', ihr Felsen, wo ich einsam war,

Ihr trauten Freunde mein, du zarte Lämmerschar;

Du Flöte, sammt den Weisen all', ach! deren süß r KlangDas schönste Mädchen einsi erfreut bey Reigen und Gesang;Ihr Sorgen, die ihr nun mit tödtlich herbem Schm.rzOhn' Mitleid brecht das allertren'ste Herz;

Ihr Seufzer, Thränen, was die BrustVerbarg von jedem Weh,

Zusammt der Lust:

Ade!

§. 3o.

Die Casur.

Cäsur wird derjenige Ruhepunct eines Verses genannt,womit ein Worrfuß in demselben endet. Sie nimmt ihre Stellenach Verschiedenheit des Versmaßes ein; so z. B. beym