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walzt, sondern das Gegentheil, ein genießendes Ruhen, dastar nic-nts der Ewigkeit, wie die Griechen die Inseln der Se-ligen in den westlichen Oeean setzten, wo die Sonne und dasLeben zur Ruhe niedergehen."
6) Sittliche Grazie. „Poesie loset an sich schon denrohen Krieg der Leidenschaften in ein freyes Nachspielen dersel-ben auf, so wie die olympischen Spiele die ernsten Kriege derGriechen unterbrachen und aussetzten und die Feinde durch einsanfteres Nachspielen der Kämpfe vereinigten. Da jede mora-lische Handlung als solche und als Bürgcrinn im Reiche derVernunft frey, absolut und unabhängig ist: so ist jede wahreSittlichkeit poetisch und die Poesie wird wiederum jene. Frey-lich wirkt sie nicht sittlich, durch das Auswersen klingenderSentenzen, sondern durch lebendige Darstellung, in welcherder sittliche Sinn, so wie der Weltgeist und die Freyheit sichhinter das mechanische Räderwerk der Weltmaschine verbirgt,als unsichtbarer Gott mitten über eine sündige sreye Welt regie-ren muß, die er erschafft."
Als romantische Dichter werden vorzüglich nahmhaft ge-macht: Shakespeare, Schiller, Herder (in seinen Legenden),Tieck, Klinger (im Faust der Morgenländer) und Gothe (imWilhelm Meister).
Höchst treffend charakterisirt der geniale Richter die h u-moristische Poesie, oder das romantische Komi-sche nach vier Hauptbestandtheilen. Diese sind:
s) Die Totalität des Humors, welche nicht dasEinzelne (die einzelnen Thorheiten oder den einzelnen Thoren),sondern Alles meint (die Thvrheit, die tolle Welt).
6) Die vernichtende oder unendliche Idee desHumors, als eines umgekehrten Erhabenen. „Wenn derMensch," sagt der genannte Schriftsteller, „aus der überirdi-schen Welt auf die irdische herunter schaut, so zieht diese kleinund eitel dahin; wenn er mit der kleinen, wie der Humorthut, die unendliche ausmißt und verknüpft, so entsteht jenesLachen, worin noch ein Schmerz und eine Größe ist. Daher,