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2 (1824) Bibliothek der Humanitäts-Wissenschaften zur Selbstbildung für Jünglinge von reiferem Alter : philosophische Wissenschaften
Entstehung
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Welch ein sinnliches Ideal von dem Zustande nach demTode ist das des griechischen Helden! welch ein geistiges, reli-giös - moralisches ist das des dänischen Prinzen! Eine gewisseWehmuth über den Verlust des schönen Lebens wandelt denAjas an:

O Licht, o Salamis, o Vaterland,

Und ihr Genossen meiner Jugend, FlüssUnd Quellen, und ihr Fluren Ilions!"

Die Freuden und die Ehren seines Lebens treten ihmnoch einmahl vor das Tod-umnebelte Auge; aber er ergreiftdas Schwert, um sich im Reich der Schatten seinem granzen-losen Unmukh zu überlassen:

Den Schatten in dem HadeS sag' ich mehr!"

Sehet da den Griechen! er ist Held und Mensch; erliebt das Leben; er fühlt seine Leiden und Freuden; aber so-bald er es nicht mit Ehren lieben kann, macht er ihm rüstigei» Ende."

Hamlets Wehmuth über das Leben betrifft weniger seineigenes Selbst, als die irdische Lage des gesammten Menschen-geschlechts; sie ist mit philosophischem Kosmopolitism gleichsamtingirt; dagegen die Wehmuth des griechischen Helden bloßsein leidenschaftliches Selbst betrifft."

H. ao.

Plastische, romantische und humoristischePoesie.

Verwandt mit dieser Ansicht ist diejenige, nach welcherder geistvolle (Jean Paul) Fr. Richter den Unterschied zwi-schen der plastischen (oder alten) und der romantischen(oder modernen) Poesie ausstellr. Seine Erklärung bedarf,nach der vorhergehenden hier nur wenig Worte.

Als die vier Hauptsarben der griechischen Dichtungsweisegibt er an: