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b) Nachtheilige Vermischung des Zufälligen mit dem We-sentlichen.
c) Höhere und schwerer zu befriedigende Ansprüche der fei-ner ausgebilderen Lesewelt.
Der Form nach entwickelt Jenisch folgende charakte-ristische Merkmahle der Dichrungsweise der Alten und derNeuern:
,) Natürliche Wahrheit ist die herrschende Dichtungsartder Alten: Romantik die der Neuern.
2 ) Die Allen lieben überall die Einfalt, die NeuernKünstlichkeit. Die letztem treiben es sogar bis zu offenbarästhetischen oder moralischen Wagstücken.
3) Die Haltung der Alten ist gewöhnlich flach: die Hal-tung der Neuern liebt das glänzende Colorit.
4) Die Darstellung der Neuern heftet sich mehr a» dasInnere des Gemüths, die der Alten mehr an das Äußere derSinne: deßwegen hat auch jene mehr Tiefe, Feinheit undVielseitigkeit als diese.
5) Die Alten hatten schlichten Bemerkungsgeist, wir —analysirende Psychologie; sie — brauchbare Lebensweisheit;wir — verfeinerte, veredelte Moral: sie — sehr ungeläu-terte Ansichten des physischen Zusammenhangs der Dinge: wir— sehr reine und erhabene.
Den höchsten Grad der Klarheit erhält diese Charakteristikdurch die zwey Beyspiele, welche Jenisch dazu anführt, indemer die alte und neue Dichtkunst nach den Hauptunterschiedender herrschenden Darstellungsart durch den Monolog des Ajasaus einer Tragödie des Sophokles, und durch den Monologaus Shakespears Hamlet erläutert, zwey allgemein aner-kannten Meisterstücken. Voraus schickt der Verfasser noch fol-gende äußerst treffende Bemerkungen:
„Die Alten sind die sinnlicher» Menschen; die Neuerndie geistigeren. Die Alten schildern mehr den reinen,schlichten Eindruck der Sinne: die Neuern vermischen ihn mitIdeen und Gefühlen; jene sind vortrefflich in der treuen.