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schlichten und einfachen Darstellung natürlicher Dinge undmenschlicher Sitten: diese glanzen vorzüglich in der psychologi-schen Entwicklung der Gefühle, in der feinern Ausmahlungdes Gedankens. Die Darstellungen der Alten liegen gleichsamnur um wenige Grade über die wirkliche Welt hinaus, welcheder Gegenstand ihrer Beobachtung war: die Darstellungen derNeuern streben gewöhnlich ins Identische, oft bis ins Unendli-che; selbst da wo die Alten durch mythische Sagen von Göt-tern und von einem edlern, kraftvolleren Menschengeschlechtzu Idealen aufsteigen, bleiben sie tief hinter den Neuern zu-rück ; bey den Alten scheint die Philosophie sich der Poesie nuranzuschließen, um der sinnlichen Anschauung vollständige Klar-heit und Bestimmtheit zu geben: bey den Neuern macht siemehrenlheils einen beträchtlichen Theil der poetischen Darstel-lung aus, und diese scheint oft nur um jener willen da zusseyn; ihre Philosophie (in der Poesie) war selten mehr, alspraktischer Verstand: die unsrige ist gewöhnlich mit der speru-lariven versetzt; jene ordnet gewisser Maßen nur die Gesin-nungen und Handlungen des wirklichen Lebens: diese strebtnach Berichtigung des Ideen- und Empfindungs-Systems; ihreReligion ist sinnlicher Volksglaube, die unsrige philosophi-rende Vernunft; ihre Moral schlichte Lebensweisheit, dieunsrige, verfeinertes System; ihre Menschheit ist einekräftige und rüstige: die unsrige eine zärtliche undmilder e."
Hier folgen die erklärenden und bestätigenden zwei) Mo-nologe:
Ajas (vor dem Selbstmorde, das Schwert, mit welchem er sichtödteu will, in dis Erde geheftet dastehend.)
Da steht, bereit zum Mord, mein scharfes Schwert:
Wen cs gelüstet, vermag prüfend schau'nDie Gabe HektorL, der vor Allen mirDer Hassenswürdigste im Leben war!
Da steht es, in des Feindes Erde, frisch