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pftndungsweise; selbst die Verschiedenheit in den äußern For-men kann in der Qualität jenes ästhetischen Eindrucks keineVeränderung machen. Die Form sey lyrisch oder episch, dra-matisch oder beschreibend; wir können wohl schwacher und stär-ker, aber (sobald von dem Stoff abstrahirt wird) nie verschie-denartig gerührt werden. Unser Gefühl ist durchgängig dasselbe,ganz aus Einem Element, so daß wir nichts darin zu unter-scheiden vermögen. Selbst der Unterschied der Sprachen undZeitalter ändert hier nichts, denn eben diese reine Einheitihres Ursprungs und ihres Effects ist ein Charakter der naivenDichtung."
. „Ganz anders verhält es sich mit dem sentimentalischenDichter. Dieser r.eflectirt über den Eindruck, den die Ge-genstände auf ihn machen, und nur auf jene Reflection ist dieRührung gegründet, in die er selbst versetzt wird, und unsversetzt. Der Gegenstand wird hier auf eine Idee bezogen,und nur auf dieser Beziehung beruht seine dichterische Kraft.Der sentimenralische Dichter har es daher immer mit zweystreitenden Vorstellungen und Empfindungen, mit der Wirk-lichkeit als Gränze und mit seiner Idee als dem Unendlichenzu thun, und das vermischte Gefühl, das er erregt, wird im-mer von dieser doppelten Quelle zeugen. Da also hier eineMehrheit der Principien Start findet, so kommt es darauf an,welches von beyden in der Empfindung des Dichters in und sei-ner Darstellung überwiegen wird, und es ist folglich eineVerschiedenheit in der Behandlung möglich. Denn nun ent-steht die Frage, ob er mehr bey der Wirklichkeit, ob er mehrHey dem Ideal verweilen, ob er jene als einen Gegenstandder Abneigung, ob er dieses als einen Gegenstand der Zu-neigung ausführen will. Seine Darstellung wird also ent-weder satyrisch, oder sie wird (in einer weitern Bedeutungdieses Wortes) elegisch seyn. An eine von diesen beydenEmpfindungsarten wird jeder sentimentalische Dichter sichhalten."