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liche Ausdrücke, durch Einmischung ganzer oder halber Verseu. s. w.
§. 6 .
Verschiedene Eintheilungsarten der Poesie.
Man ist bey Eintheilung der Poesie in ihre Hauptartenvon verschiedenen Gesichtspuncten ausgcgangen. Wir führenhier nur die vorzüglichsten Eintheilungsarren an, deren jedeEiniges für sich hat; auch wird sich zeigen, daß bey manchenderselben der Unterschied großer scheint, als er es wirklich ist.
Schillers Eintheilung der Poesie in naive und sen-timentale gründet sich mehr auf den Geist derselben, alsauf zufällige Formen.
Da diese Eintheilung, wenn auch eben nicht schulgerecht,doch gewiß sehr wichtig ist, so wird Schiller sich selbst hierüberam besten erklären. Zu diesem Ende hebe ich aus seiner Ab-handlung über naive und senlimentalische Dichtung diejenigenStellen aus, worin er seine Ansicht am deutlichsten erklärt:
„Wenn man sich der schonen Natur erinnert, welche diealten Griechen umgab; wenn man nachdenkr, wie vertrautdieses Volk unter seinem glücklichen Himmel mit der freyenNatur leben konnte, wie sehr viel naher seine Vorstellungsart,seine Empfindungsweise, seine Sitten der einfältigen Naturlagen, und welch ein treuer Abdruck derselben seine Dichter-werke sind: so muß die Bemerkung befremden, daß man sowenige Spuren von dem se n li m e n t a l i sch e n Interesse,mit welchem wir Neuern an Natur-Seenen und an Natur-Charakteren hangen können, bey demselben anlriffr. DerGrieche ist zwar im höchsten Grade genau, treu, umständlichin Beschreibung derselben, aber doch gerade nicht mehr undmit keinem vorzüglicheren Herzensantheil, als er eS auch inder Beschreibung eines Anzugs, eines Schildes, einer Rü-stung, eines Hausgeräths oder irgend eines mechanischen Pro-ductes ist. Er scheint, in seiner Liebe für das Object, keinen