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2 (1824) Bibliothek der Humanitäts-Wissenschaften zur Selbstbildung für Jünglinge von reiferem Alter : philosophische Wissenschaften
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sich erfreuen, wenn er seinem Berufe ganz entsprechen soll.Überdieß ist in der Mimik, wie in jeder Kunst, eine fortge-setzte Übung und ein states Studium, hier insbesondere derPalhognomik und Physiognomik, nöthig.

L) Tanzkunst.

1 ^ 5 .

Die Tanzkunst ist die Kunst, das Schöne durch einzusammenhängendes Ganze rhythmischer Bewegungen undSchwingungen des Körpers darzustellen. Sie wird theils voneinzelnen Personen, theils von ganzen Gruppen ausgeführt,und hat in den fortschreitenden Bewegungen eine Art willkühr-licher Zeichen.

Soll der Tanz den Forderungen der Kunst entsprechen,so muß er Ausdruck einer höheren Idee sey». Die Idee mußals das Allgemeine durch den Tanz oder das Besondere, zurAnschauung gebracht werden. Auch im Tanze muH Mannigfal-tigkeit zur Einheit vereinigt seyn, und eine bestimmte Gesetz-mäßigkeit der Bewegungen bestehen. Diese ist zweyfach, nähm-lich nach bestimmten wiederkehrenden Linien, welche Tanzfigu-ren heißen, und nach dem Zeitmaße, welche, wie ein Theildes Rhythmus in der Musik, Tact genannt wird.

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Die vorzüglichsten Erforderniste des Tanzes, als einesProductes schöner Kunst, sind Leichtigkeit, Anmuch und Grazie.Einen vorzüglichen Reiz kann er durch mahlerische Stellungenund Gruppirungen gewinnen.

148.

Gesellschaftstänze, in so fern ihr Zweck nur Belustigungist, liegen außer der Sphäre der Ästhetik. Nur die Bezeich-nung einer höheren Idee erhebt den Tanz zum Kunstproduete ;