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2 (1824) Bibliothek der Humanitäts-Wissenschaften zur Selbstbildung für Jünglinge von reiferem Alter : philosophische Wissenschaften
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sind, die Idee, welche seinen Werken zum Grunde liegt, aufeine ganz unzweydeutige Weise auszudrücken, so kann diese Ideeimmer nur in einer dunklen Vorstellung, nähmlich in dem Ge-fühle/ erfaßt werden.

Tonisch-plastische Künste.

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Die Mimik ist die Kunst, das Schöne durch Geberdenauszudrücken. Geberden aber sind die Bewegungen einesLheiles des menschlichen Körpers, durch welche die Zuständeim Innern der Seele dem äußeren Beobachter erkennbar wer,den. Die Geberden des Gesichtes, durch welche das Innereder Seele sich offenbaret, werden Mienen genannt.

Die Mimik gehört zu den gemischten Künsten, weil sie imRaume und in der Zeit zugleich wirket. Sie kann jedoch so, wiedie Tanzkunst, nur eigentlich tonisch-plastische Kunst genanntwerden,. weil nur die Schauspielkunst zugleich Sichtbares undHörbares bildet. Da die Mimik ein vorzüglicher Theil derSchauspielkunst ist, und dagegen die Tanzkunst sich wiederuntergeordnet sieht, wird von einigen Neueren der Abtheilungder tonisch - plastischen Künste die Benennung geberöender odermimischer Künste, als bezeichnender, beygelegt.

Wie jede Empfindung ihren eigenen Ton hat, so hat sieauch ihre eigenthümliche Geberde. Die erste Forderung anden Mimen ist daher, daß er der Wahrheit des Ausdruckes sichbefleiße. Diese Wahrheit besteht in dem innigen Einklänge, inder vollkommenen Übereinstimmung der Geberde mit dem Ge-müths-Charakter, aus welchem sie hervorgeht. Da aber ästhe-tische Vollkommenheit die Bedingung jedes schönen Werkes ist,