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2 (1824) Bibliothek der Humanitäts-Wissenschaften zur Selbstbildung für Jünglinge von reiferem Alter : philosophische Wissenschaften
Entstehung
Seite
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Symmetrie des Ganzen, und Vollendung des Einzelnen undGanzen zu charakteristischen Merkmahlen. Symmetrie und Voll-endung muß daher in der Architektur herrschen.

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Symmetrie ist das richtige Verhältnis; der Theile sowohlunter einander, als zum Ganze», sie muß nach den beydenRichtungen der Länge und Breite beachtet werden. Die Sym-metrie der Länge besteht in dem richtigen Verhältnisse des obe-ren und unteren Theiles; jene der Breite in einer Anordnungder Theile, durch welche daS Ganze in zwey ähnliche Hälftengetheilt erscheint.

i3i.

Die Symmetrie der Breite erfordert, daß die Form einerGebäudes überhaupt von der Art sey, daß eine senkrecht durchdie Mitte desselben gezogene Linie das Ganze in zwey ähnlicheHälften zerfallen würde. In jeder dieser Hälften müssen sonachauch die gleichartigen einzelnen Theile gleich vertheilt seyn,und gleiche Stellen einnehmcn. Ein Verstoß gegen diese Sym-metrie würde das ästhetische Wohlgefallen schnell vernichten.

l52.

Die Symmetrie der Länge erfordert in den Gebäudeneben so, wie in der höheren Organisation eine concentrischeStellung nach oben. Das Ganze muß unten auf seinem Füßeselbstständig ruhen; die Höhe des unteren Theiles muß zumoberen verhältnißmäßig seyn, und je näher dem Giebel, destobedeutender müssen alle Formen werden. Zm Giebel muß dieconcentrische Construction hervorleuchten; die von allen Sei-len gestützte Kuppel hat das Ganze zu schließen.

i

i33.

Das Charakteristische der höheren Organisation beachterdie Baukunst auch in ihren Säulenordnungen ganz genau.