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fcn der sinnliche», iutellcctuellen und sittlichen Natur ge-stellt sind.
22.
Das Schöne soll den Forderungen der Ästhetik im höchstenmöglichen Grade entsprechen. Es kan» aber ein Gegenstand»och immer schön seyn, wenn er gleich diesen Forderungen nichtdurchgehends und im höchsten Grade entspricht. Daher die Ver-schiedenheit in den Schönheiten einzelner Kunstwerke, und dieGrade der Schönheit. Diese Verschiedenheit und Grade erge-ben sich, wenn der Ausdruck einer Vollkommenheit jenen derübrigen an Starke überlrifft. Wenn ein Gegenstand den For-derungen ästhetischer Vollkommenheit nicht Genüge leistet,ungeachtet er seiner Natur nach diese Forderungen befriedigenkönnte, so kann er nicht schön genannt werden; und in so ferner diesen Forderungen widerstreitet, ist er häßlich.
23 .
Ideal ist die Vorstellung eines nicht wirklich vorhandenen,doch wirklich gedachten, einer Vernunft-Idee zusagenden Ge-genstandes. Ideal des Schönen ist die höchste intellecruelle undsittliche Vollendung mit dem höchsten sinnlichen Reize. Es laßtsich nie verwirklichen, weil die Forderungen der Einzelnen stetsverschieden seyn werden. Der Künstler ist daher an das Idealder Schönheit gewiesen, welches in der Vorstellung eines ästhe-tisch vollkommenen Gegenstandes, wenigstens für eine Anzahlauf gleicher Stufe der Culrur stehender Wesen, ist. JederKünstler hat ein solches Ideal; es ist das Höchste für ihn; seinganzes Bestreben ist dahin gerichtet, es zur Anschauung zubringen.
24.
Ein Künstler muß stets nach dem Höchsten streben, undwenn er auch in einzelnen Fällen sich bestimmt finden kann,seinem Ideale nicht ganz zu entsprechen, so hat er doch dieheilige Pflicht, allmählig sich ganz zu demselben emporzu-